Fahrzeugspezifisches Routing auf Satellitenkarte
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Custom Routing

Restriktionen in der Tourenplanung: Zeitfenster, Tragfähigkeit, Ladefenster.

Ein Tourenplan ist nicht dann gut, wenn er kurz ist, sondern wenn er kurz ist und jede Regel einhält. Diese Übersicht zeigt, welche Restriktionen in der Praxis über Machbarkeit entscheiden, warum die Unterscheidung zwischen harten und weichen Regeln so wichtig ist – und wie man an die Regeln kommt, die nirgends dokumentiert sind.

10 MinutenStand September 2026eviit GmbH
9 Stunden
tägliche Höchstlenkzeit nach EU-Verordnung 561/2006, höchstens zweimal wöchentlich auf 10 Stunden verlängerbar1
40 t
zulässiges Gesamtgewicht bei Fahrzeugkombinationen mit mehr als vier Achsen – 44 t im kombinierten Verkehr2
10,9 %
der Brückenfläche an Bundesfernstraßen sind in nicht ausreichendem oder ungenügendem Zustand3
0,5–6 h
Spanne der von Unternehmen berichteten Wartezeiten an deutschen Laderampen4

Der kürzeste Plan ist selten der beste

Wer Tourenplanung auf Kilometer reduziert, bekommt Pläne, die niemand fährt. Ein Vorschlag, der acht Prozent kürzer ist und dabei ein Zeitfenster verletzt, eine Brücke mit Tonnagebeschränkung quert oder die Schicht überzieht, ist kein besserer Plan – er ist ein Vorschlag, den die Disposition zu Recht verwirft.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht „wie kurz“, sondern „wie kurz bei vollständiger Einhaltung“. Und genau daran entscheidet sich, ob ein Optimierungsprojekt im Alltag ankommt oder nach drei Wochen wieder in der Schublade liegt: nicht an der Rechenleistung, sondern an der Vollständigkeit der Regeln.

Sechs Klassen, die jede Planung betreffen

Restriktionen lassen sich in sechs Gruppen ordnen. Die ersten drei sind meistens dokumentiert, die letzten drei häufig nicht – und genau dort entstehen die Pläne, die „irgendwie nicht passen“.

Die Taxonomie

Was ein Modell wissen muss, bevor es rechnen darf.

Jede Klasse für sich ist beherrschbar. Der Anspruch liegt darin, sie gleichzeitig einzuhalten: Ein Stopp, der ins Zeitfenster passt, kann an der Nutzlast scheitern, und eine Route, die die Nutzlast trägt, kann an einer Durchfahrtshöhe enden.

Fahrzeug

  • Zulässiges Gesamtgewicht und Nutzlast
  • Höhe, Breite, Länge, Wendekreis
  • Temperaturzonen und Trennwände
  • Hebebühne, Kran, Mitnahmestapler

Fehlt sie im ModellDer Plan schickt ein Fahrzeug auf eine Tour, die es physisch nicht fahren oder nicht entladen kann.

Weg & Infrastruktur

  • Durchfahrtshöhen und Tonnagebeschränkungen
  • Brückenlastklassen und Umleitungen
  • Gewichtsbeschränkte Gemeindestraßen
  • Befahrbarkeit auf Werks-, Feld- und Waldwegen

Fehlt sie im ModellDie Route ist auf der Karte kürzer und in der Realität gesperrt – der Fahrer improvisiert, die Planzeit stimmt nicht mehr.

Zeit

  • Kundenzeitfenster, oft zwei bis drei Stunden
  • Rampen- und Anlieferfenster am Lager
  • Öffnungszeiten und Mittagspausen
  • Schichtbeginn und Schichtende

Fehlt sie im ModellDas Fahrzeug steht vor verschlossener Rampe oder wartet – Wartezeit, die niemand geplant und niemand bezahlt hat.

Fahrer

  • Lenk- und Ruhezeiten nach EU-Verordnung
  • Qualifikationen wie ADR oder Kranschein
  • Schichtmodelle und Verfügbarkeit
  • Feste Fahrer-Gebiet-Zuordnungen

Fehlt sie im ModellDie Tour ist rechnerisch machbar und rechtlich nicht zulässig – ein Verstoß, der bei Kontrolle teuer wird.

Ladung

  • Kapazität in Paletten, Gewicht oder Volumen
  • Stapelbarkeit und Ladungssicherung
  • Kühlkette und Temperaturführung
  • Entladereihenfolge (last in, first out)

Fehlt sie im ModellDie Ladung passt rechnerisch und lässt sich in der Praxis nicht in dieser Reihenfolge entladen.

Vertrag & Regel

  • Zugesagte Lieferfrequenzen und Liefertage
  • Feste Kunden-Fahrer-Beziehungen
  • Sortenreine Touren
  • Interne Planungsregeln, oft ungeschrieben

Fehlt sie im ModellDer Plan ist optimal und wird nicht gefahren, weil er gegen eine Zusage verstößt, die nirgends dokumentiert war.

Zeitfenster sind die teuerste Restriktion

Unter allen Nebenbedingungen kosten Zeitfenster am meisten Kilometer. Der Grund ist strukturell: Ohne Zeitfenster darf die Optimierung die Reihenfolge frei wählen und die kürzeste Rundfahrt bilden. Mit Zeitfenstern muss sie den Tag zusätzlich zeitlich durchfädeln – zwei geografisch benachbarte Kunden mit unvereinbaren Fenstern landen zwangsläufig auf verschiedenen Touren.

Dieser Aufpreis ist unvermeidbar und richtig. Falsch wird es erst, wenn Zeitfenster gar nicht erst geprüft werden: Dann sind sie nicht kostenlos, sondern nur unsichtbar – bezahlt in Wartezeit an der Rampe, Zweitanfahrten und Reklamationen.

Wie teuer diese Unsichtbarkeit wird, hat das damalige Bundesamt für Güterverkehr erhoben: Die von Unternehmen berichteten Wartezeiten an der Rampe reichen von einer halben bis zu sechs Stunden. Standgeld wird, wenn überhaupt, meist erst nach zwei bis drei Stunden fällig und bewegt sich zwischen 30 und 50 Euro je Stunde – die ersten Stunden trägt also in aller Regel der Frachtführer 4. Bemerkenswert ist auch die Gegenrichtung: Nach einer früheren Erhebung kommt gut ein Fünftel der Fahrzeuge zu spät, knapp ein Drittel aber zu früh 5. Ein Zeitfenster hat zwei Ränder, und beide kosten.

Zeitfenster im Tagesverlauf

Nicht geplant heißt nicht kostenlos.

Dieselbe Tour, zwei Planungen. Die Sektor-Disposition kommt geografisch sinnvoll voran und verfehlt dabei vier Fenster – der letzte Stopp liegt hinter Schichtende. Der optimierte Plan fädelt die Reihenfolge durch alle Fenster und bleibt innerhalb der Schicht.

Eine Tour, sieben Zeitfenster
Zeitfenster Ankunft Sektor-Disposition Ankunft optimiert
Stopp A
Stopp B
Stopp C
Stopp D
Stopp E
Stopp F
Stopp G
06:0008:0010:0012:0014:0016:00

Schematische Darstellung einer Tour über die Schicht 06–16 Uhr: 4 von 7 Zeitfenstern verfehlt die Sektor-Disposition, Stopp G liegt hinter Schichtende. Sie zeigt das Prinzip – nicht die Ergebnisse des Simulationsbeispiels.

Hart oder weich – die wichtigste Unterscheidung im Modell

In einem brauchbaren Optimierungsmodell ist nicht jede Regel gleich streng. Es gibt zwei Sorten:

  • Harte Restriktionen dürfen nie verletzt werden. Zulässiges Gesamtgewicht, Lenk- und Ruhezeiten, Durchfahrtshöhe, Kühlkette: Ein Plan, der sie bricht, ist ungültig – nicht schlechter, sondern ungültig.
  • Weiche Restriktionen sollen eingehalten werden, dürfen aber gegen Kosten verletzt werden. Der Wunschtermin eines Kunden, die bevorzugte Fahrerzuordnung, das Ziel gleichmäßiger Tourlängen: Solche Regeln bekommen einen Strafwert, den die Optimierung gegen Kilometer abwägt.

Diese Unterscheidung entscheidet über die Brauchbarkeit des Ergebnisses. Wer alles hart modelliert, bekommt oft gar keine Lösung – ein einziger Auftrag mit unpassendem Zeitfenster macht das gesamte Problem unlösbar. Wer alles weich modelliert, bekommt einen kurzen Plan, der Gesetze bricht. Die Kunst liegt in der sauberen Zuordnung, und die ist keine mathematische, sondern eine betriebliche Entscheidung.

Praxisregel
Gesetzliche und physikalische Grenzen sind immer hart. Kundenzusagen sind meistens weich – mit einem Strafwert, der hoch genug ist, dass sie fast nie verletzt werden, und niedrig genug, dass ein einzelner Sonderfall nicht den ganzen Tagesplan blockiert. Genau diese Kalibrierung ist der Teil, der gemeinsam mit der Disposition passiert und nicht am Schreibtisch.

Der harte Kern: was das Gesetz vorgibt

Ein Teil der harten Restriktionen ist nicht verhandelbar, weil er im Gesetz steht. Für die Zeitplanung sind das die Lenk- und Ruhezeiten nach der EU-Verordnung 561/2006, die das Bundesamt für Logistik und Mobilität so zusammenfasst 1:

  • Tägliche Lenkzeit höchstens 9 Stunden, höchstens zweimal in der Woche auf 10 Stunden verlängerbar.
  • Fahrtunterbrechung nach spätestens 4,5 Stunden mindestens 45 Minuten – aufteilbar in mindestens 15 und anschließend mindestens 30 Minuten.
  • Wöchentliche Lenkzeit höchstens 56 Stunden, in zwei aufeinanderfolgenden Wochen höchstens 90 Stunden.
  • Tägliche Ruhezeit mindestens 11 Stunden, alternativ 3 plus 9 Stunden; dreimal zwischen zwei wöchentlichen Ruhezeiten auf 9 Stunden reduzierbar. Die wöchentliche Ruhezeit beträgt mindestens 45 Stunden.

Für die Gewichtsseite gilt § 34 StVZO: 40 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht bei Kombinationen mit mehr als vier Achsen, 44 Tonnen im kombinierten Verkehr mit 40-Fuß-ISO-Container, 18 Tonnen bei zweiachsigen und 25 Tonnen bei dreiachsigen Fahrzeugen. Für alternative und emissionsfreie Antriebe erlaubt Absatz 6a eine bis zu zwei Tonnen höhere Grenze 2 – relevant für jeden, der über E-Fahrzeuge nachdenkt.

Der Weg und das Fahrzeug: die vergessene Klasse

Die meisten Planungssysteme rechnen auf einem generischen Straßennetz für einen generischen Lkw. Das genügt, solange sich alles auf gut ausgebauten Straßen abspielt. Sobald Werksgelände, Feldwege, gewichtsbeschränkte Gemeindestraßen oder Forstwege ins Spiel kommen, entsteht eine Lücke zwischen berechneter und fahrbarer Route.

Diese Lücke wird derzeit größer, nicht kleiner. Von den 40.264 Brücken-Teilbauwerken an Bundesfernstraßen sind zwar nur 4,4 % nach Anzahl in nicht ausreichendem oder ungenügendem Zustand – bezogen auf die Brückenfläche sind es jedoch 10,9 % 3. Betroffen sind also überproportional die großen Bauwerke. Die Autobahn GmbH weist zudem darauf hin, dass moderne Sattelzugmaschinen mit über 16 Tonnen – gegenüber rund 1,3 Tonnen in den 1960er-Jahren – an älteren Brücken häufig Gewichtsbeschränkungen erzwingen 6. Eine Route, die gestern galt, kann heute gesperrt sein.

Fahrzeugspezifisches Routing schließt diese Lücke, indem Gewicht, Breite, Höhe und Länge des konkreten Fahrzeugs gegen die Eigenschaften jedes einzelnen Wegsegments geprüft werden – Tragfähigkeit, Oberfläche, Breite, Befahrbarkeit nach Regen. Wir betreiben das nicht nur für Kunden, sondern in unserem eigenen Produkt X-PLORE, das Fahrzeuge offline und im Gelände routet. Mehr dazu unter Custom Routing.

Beleg · Simulationsbeispiel Regionallogistik

320 Lieferstellen. 37 Touren. Nachgerechnet.

Wie viel eine unbeachtete Restriktion ausmacht, zeigt das Simulationsbeispiel: 60 % der 320 Lieferstellen haben ein Drei-Stunden-Zeitfenster, die Fahrzeuge fassen 33 Paletten, die Schicht läuft von 06 bis 16 Uhr. Die Baseline hält Kapazität ein, prüft Zeitfenster aber nicht – der optimierte Plan behandelt beide als harte Nebenbedingung.

  • 27 % der Lieferstellen wurden außerhalb ihres Zeitfensters angefahren – rund 86 von 320
  • 22 der 37 Touren endeten nach Schichtende, was in der Realität Überstunden oder Abbrüche bedeutet
  • Der optimierte Plan hält beide Restriktionen vollständig ein und fährt trotzdem 13 % weniger Kilometer
Simulationsbeispiel im Detail
Sektor-Disposition vs. Digital TwinDigital Twin
Kilometer
Disposition7.842 (100 %)
Optimiert6.830 (87 %)
Touren
Disposition37 (100 %)
Optimiert36 (97 %)
Zeitfensterverstöße
Disposition27 % (100 %)
Optimiert0 % (0 %)

Simulationsbeispiel auf synthetischen Daten: ein Regionallager, 1.164 Paletten, 60 % der Lieferstellen mit Drei-Stunden-Zeitfenstern, 33 Paletten Fahrzeugkapazität, Schicht 06–16 Uhr. Baseline ist eine typische Sektor-Disposition, optimiert wurde mit VROOM. Im Echtbetrieb rechnen wir denselben Digital Twin für die Regionallogistik eines Lebensmittelhandelsunternehmens – Ergebnisse besprechen wir im Gespräch.

Woher die Regeln kommen, die nirgends stehen

Der schwierigste Teil eines Optimierungsprojekts ist nicht das Rechnen, sondern das Sammeln. Kapazitäten und Zeitfenster stehen im System. Die Regeln, die den Plan tatsächlich scheitern lassen, stehen im Kopf des Disponenten und der Fahrer: die Zufahrt, die seit dem Umbau zu eng ist; der Kunde, der freitags früher schließt; das Werkstor, das erst ab sieben besetzt ist.

Praktikabel ist ein Vorgehen in drei Schritten:

  • Dokumentiertes zuerst. Alles, was in Stammdaten und Aufträgen steht, wird übernommen – das trägt in der Regel achtzig Prozent des Modells.
  • Abweichungen auswerten. Der gerechnete Plan wird gegen den tatsächlich gefahrenen gestellt. Jede systematische Abweichung ist der Hinweis auf eine Regel, die im Modell fehlt.
  • Übersteuerungen zu Regeln machen. Jedes Mal, wenn ein Disponent den Vorschlag ändert, wird gefragt, warum. Die Antwort wird zur Restriktion – und gilt ab dann dauerhaft, auch wenn diese Person nicht da ist.

Am Ende dieses Prozesses steht nicht nur ein besserer Plan, sondern etwas, das vorher nirgends existierte: eine vollständige, geprüfte Beschreibung der eigenen Planungslogik. In der Praxis ist das oft der Nutzen, den Kunden am wenigsten erwarten und am meisten schätzen. Wie sich dieselbe Logik auf die Frage nach elektrischen Fahrzeugen anwenden lässt, steht im Text zur Reichweite von Elektro-Lkw.

Quellen
  1. 1Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM): FAQ Fahrpersonalrecht – Lenk- und Ruhezeiten nach Verordnung (EG) Nr. 561/2006 (2026). Quelle
  2. 2StVZO: § 34 Achslast und Gesamtgewicht, einschließlich Absatz 6a zu alternativen und emissionsfreien Antrieben (2026). Quelle
  3. 3Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Brückenstatistik Bundesfernstraßen, Stand 1. März 2026; der Flächenanteil von 10,9 % ist eine eigene Berechnung aus den ausgewiesenen Teilwerten (2026). Quelle
  4. 4Bundesamt für Güterverkehr (heute BALM): Marktbeobachtung Güterverkehr – Sonderbericht „Abläufe an den Laderampen verbessern“ (2016). Quelle
  5. 5Bundesamt für Güterverkehr (heute BALM): Marktbeobachtung Güterverkehr – Sonderbericht Schnittstelle Rampe, Köln (2011). Quelle
  6. 6Die Autobahn GmbH des Bundes: FAQ Brücken – Bestand, Modernisierungsbedarf und Gewichtsbeschränkungen (2026). Quelle

Die beiden Rampen-Sonderberichte stammen aus 2016 beziehungsweise 2011 und sind die aktuellsten amtlichen Erhebungen zu Wartezeiten an deutschen Laderampen, die uns vorliegen – neuere Zahlen zu diesem Thema stammen durchweg von Anbietern von Zeitfenstermanagement-Software und werden hier bewusst nicht verwendet. Die Angaben zu Lenk- und Ruhezeiten sind eine verkürzte Zusammenfassung; maßgeblich ist der Verordnungstext.

Nächster Schritt

Welche Regeln fehlen in Ihrem Plan?

Im Tourenoptimierungs-Check modellieren wir Ihre Restriktionen und rechnen Ihre gefahrenen Touren dagegen. Sie bekommen nicht nur das Kilometer-Delta, sondern auch die Liste der Datenqualitätsprobleme und der Regeln, die bisher nirgends erfasst waren.

Finden wir weniger als 5 % Kilometer-Potenzial, halbiert sich der Preis. Bei Umsetzung wird er vollständig angerechnet.

FAQ

Häufige Fragen

Kurzantworten zu den Fragen, die dieser Text am häufigsten auslöst.

Welche Restriktionen entscheiden über die Machbarkeit einer Tour?

Vier Gruppen: Fahrzeug (zulässiges Gesamtgewicht, Volumen, Temperaturzonen, Abmessungen), Kunde (Zeitfenster, Rampenverfügbarkeit, Anlieferregeln), Fahrer (Lenk- und Ruhezeiten, Qualifikationen, Schichtmodelle) und Netz (Sperrungen, Brückenlasten, Durchfahrtsverbote). Fällt eine dieser Gruppen aus dem Modell, rechnet die Optimierung ein Ergebnis, das in der Praxis nicht fahrbar ist.

Wie wirken Lenk- und Ruhezeiten auf die Tourenplanung?

Sie begrenzen die Tour härter als die Entfernung: 9 Stunden Lenkzeit täglich, zweimal wöchentlich 10 Stunden, nach 4,5 Stunden eine Pause von 45 Minuten, dazu die Wochengrenzen von 56 und 90 Stunden. Wer nur Fahrzeit und Distanz optimiert, produziert Pläne, die an der Pausenregel scheitern – deshalb gehören diese Regeln als harte Restriktion ins Modell, nicht als Nachkontrolle.

Was kostet es, Restriktionen im Modell zu berücksichtigen?

Ergebnis-Prozente. Im Simulationsbeispiel schrumpfte das Kilometer-Potenzial mit jeder hinzugefügten Regel – von zweistelligen Werten des freien Optimums auf knapp 13 % unter vollständigen Planungsregeln. Genau diese Schrumpfung ist der Wert der Übung: Sie liefert die Zahl, mit der eine Disposition arbeiten kann, statt einer, die im ersten Praxistest zerfällt.