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Lkw-Maut-Rechner: was Ihr Kilometer wirklich kostet.

Die Mautteilsätze kommen aus Anlage 1 des Bundesfernstraßenmautgesetzes – gesetzlich, nicht geschätzt. Diesel, Fahrer und Fahrzeugkosten tragen Sie selbst ein. Am Ende steht, was ein eingesparter Kilometer bei Ihnen im Jahr wert ist.

Fahrzeug
Ihre Kosten
Diese Werte sind Annahmen. Überschreiben Sie sie mit Ihren eigenen.
Kosten je Kilometer
178,1 ct
Flottenkosten im Jahr · 1.000.000 km
1.780.667 €
Maut34,8 ct
Diesel51,6 ct
Fahrer66,7 ct
Sonstige Fahrzeugkosten25,0 ct
Maut im Detail
15,5 ct
Infrastruktur
2,3 ct
Luftverschmutzung
1,2 ct
Lärm
15,8 ct
CO₂
Was dieselbe Fahrleistung je CO₂-Klasse an Maut kostet
Klasse 1
348.000 €
Klasse 2
340.000 €
Klasse 3
332.000 €
Klasse 4
269.000 €
Klasse 5
mautfrei

Klasse 5 ist emissionsfrei und bis 30.06.2031 vollständig mautbefreit. Die Klassen 2 und 3 werden alle sechs Jahre ab Erstzulassung neu bewertet – eine Flotte kann ohne eigenes Zutun teurer werden.

Der Hebel

Was weniger Kilometer bei Ihnen wert sind

1 % km
17.807 €
pro Jahr
5 % km
89.033 €
pro Jahr
10 % km
178.067 €
pro Jahr
13 % km
231.487 €
pro Jahr

Die 13 % sind kein Werbewert, sondern das Ergebnis unseres nachgerechneten Simulationsbeispiels mit 320 Lieferstellen. Ob bei Ihnen 3 % oder 13 % drin sind, hängt an Gebietsschnitt, Zeitfenstern und Flottenmix – das lässt sich auf Ihren Daten ausrechnen, statt zu schätzen.

Ihre Zahl in drei Wochen

Die Mautteilsätze stammen aus Anlage 1 zu § 3 Abs. 3 BFStrMG und gelten unverändert seit dem 01.12.2023. Der Rechner bildet EURO-VI-Fahrzeuge ab (Schadstoffkategorie A); ältere Schadstoffklassen zahlen einen höheren Teilsatz für Luftverschmutzung. Diesel-, Fahrer- und Fahrzeugkosten sind Ihre Eingaben, keine amtlichen Werte. Keine Rechtsberatung – maßgeblich ist der Gesetzestext.

Woraus sich die Lkw-Maut zusammensetzt

Seit dem 1. Dezember 2023 besteht die deutsche Lkw-Maut aus vier Teilsätzen, die getrennt ausgewiesen und addiert werden. Sie stehen in Anlage 1 zu § 3 Absatz 3 des Bundesfernstraßenmautgesetzes und sind seither unverändert:

  • Infrastrukturkosten – nach Gewichtsklasse und Achszahl, beim 40-Tonner 15,5 ct/km.
  • Luftverschmutzung – nach Schadstoffklasse, bei EURO VI und über 18 t 2,3 ct/km.
  • Lärmbelastung – 1,2 bis 1,6 ct/km. Kurios: Der Vier- und Mehrachser zahlt hier weniger als der Dreiachser.
  • CO₂ – nach CO₂-Emissionsklasse, zwischen 0 und 16,2 ct/km.

Beim gängigen Fünfachser über 18 Tonnen in CO₂-Klasse 1 ergibt das 34,8 Cent je Kilometer. Bemerkenswert daran: Der CO₂-Anteil ist mit 15,8 Cent der größte Einzelposten – er liegt über den Infrastrukturkosten.

Warum die CO₂-Klasse zur Dispositionsentscheidung wird

Vor Dezember 2023 konnte man die Maut pauschal je Kilometer ansetzen. Das geht nicht mehr: Zwei Fahrzeuge auf derselben Strecke kosten unterschiedlich viel. Bei gemischten Flotten ist die Frage, welches Fahrzeug welche Tour fährt, damit unmittelbar eine Kostenentscheidung – und gehört in die Zielfunktion der Tourenplanung.

Der Vergleich im Rechner zeigt die Spannweite: Zwischen Klasse 1 und Klasse 4 liegen beim 40-Tonner 7,9 Cent je Kilometer. Bei 100.000 Kilometern im Jahr und zehn Fahrzeugen sind das rund 79.000 Euro Unterschied, allein an Maut.

Häufig falsch wiedergegeben
Zur Mautbefreiung emissionsfreier Lkw steht in vielen Ratgebern noch die ursprüngliche Regelung: Befreiung bis Ende 2025, danach 25 Prozent des Infrastruktursatzes. Diese Regelung wurde nie angewandt. Das Vierte Gesetz zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften hat die Befreiung zum 1. Dezember 2025 verlängert – § 1 Absatz 2 Satz 1 Nummer 7 BFStrMG lautet jetzt „bis 30. Juni 2031“. Eine 25-Prozent-Regelung steht nicht mehr im Gesetz.

Was der Rechner bewusst nicht tut

  • Er rechnet keine Route. Sie geben die mautpflichtigen Kilometer ein. Welche Strecke ein bestimmtes Fahrzeug tatsächlich fahren darf – Gewicht, Höhe, Brückenlasten, Sperrungen – ist eine Routing-Frage, keine Tabellenfrage. Dafür gibt es Custom Routing.
  • Er modelliert nur EURO VI. Ältere Schadstoffklassen zahlen einen höheren Teilsatz für Luftverschmutzung. Für diese Klassen liegen uns keine vollständigen amtlichen Werte vor, deshalb bilden wir sie nicht ab, statt zu schätzen.
  • Er erfindet keine Betriebskosten. Verbrauch, Dieselpreis, Fahrerkosten und Fahrzeugkosten sind Ihre Eingaben. Nur der Dieselpreis ist mit einem belegten Wert vorbelegt.

Der Kilometer war selten so teuer wie 2026

Zur Einordnung der Diesel-Vorbelegung: Nach den Preisdaten des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung lag der Index für Großverbraucher im Juli 2026 bei 157,9 Punkten gegenüber 115,7 im Juli 2025 – ein Plus von 36,5 Prozent binnen eines Jahres. An der Tankstelle lag der Nettopreis Ende August 2026 rund 43 Prozent über dem Vorjahreswert.

Maut und Diesel zusammen machen den Kilometer zur teuersten Einheit im Betrieb, und beide skalieren linear mit der Fahrleistung – anders als Fixkosten. Genau deshalb ist die letzte Zahl im Rechner die interessante: Was ein Prozent weniger Kilometer im Jahr wert ist.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Lkw-Maut 2026 pro Kilometer?

Für einen typischen 40-Tonner mit fünf Achsen in CO₂-Klasse 1 und EURO VI sind es 34,8 Cent je Kilometer: 15,5 ct Infrastruktur, 2,3 ct Luftverschmutzung, 1,2 ct Lärm und 15,8 ct CO₂. Bei vier Achsen sind es 32,4 ct. Die Teilsätze stehen in Anlage 1 zu § 3 Abs. 3 BFStrMG und gelten unverändert seit dem 1. Dezember 2023.

Was kostet der CO₂-Anteil der Maut?

Beim 40-Tonner in CO₂-Klasse 1 sind es 15,8 Cent je Kilometer – damit ist der CO₂-Teilsatz der größte Einzelposten, größer als die Infrastrukturkosten. In Klasse 4 sinkt er auf 7,9 Cent. Grundlage der Berechnung ist ein CO₂-Preis von 200 Euro je Tonne; dieser Wert steht allerdings nicht im Gesetz, sondern in der Gesetzesbegründung.

Sind E-Lkw von der Maut befreit?

Ja, vollständig – nicht nur vom CO₂-Anteil. Nach § 1 Absatz 2 Satz 1 Nummer 7 BFStrMG sind emissionsfreie schwere Nutzfahrzeuge bis zum 30. Juni 2031 mautbefreit. Die ursprünglich geplante Regelung, ab 2026 seien 25 Prozent des Infrastruktursatzes fällig, wurde nie angewandt und steht nicht mehr im Gesetz.

Ab welchem Gewicht gilt die Lkw-Maut?

Seit dem 1. Juli 2024 gilt die Maut ab 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse. Für Handwerksbetriebe gibt es eine Ausnahme für Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen; sie ist an den Betriebszweck gebunden, nicht an das Fahrzeug.

Wie wird die CO₂-Klasse eines Lkw bestimmt?

Klasse 1 ist die Voreinstellung für alle Fahrzeuge ohne dokumentierte spezifische CO₂-Emissionen, faktisch für alle mit Erstzulassung vor dem 1. Juli 2019. Die Klassen 2 bis 4 stufen sich abwärts und werden alle sechs Jahre ab Erstzulassung neu bewertet – eine Flotte kann dadurch ohne eigenes Zutun teurer werden. Klasse 5 ist emissionsfrei.

Quellen
  1. 1Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG): Anlage 1 zu § 3 Absatz 3 – Mautteilsätze; Fundstelle BGBl. 2023 I Nr. 315, S. 8–9; sowie § 1 Absatz 2 zu den Mautbefreiungen (2026). Quelle
  2. 2Deutscher Bundestag: Gesetzesbegründung zum Dritten Gesetz zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften, BT-Drucksache 20/8092 – Quelle des CO₂-Preises von 200 Euro je Tonne (2023). Quelle
  3. 3Viertes Gesetz zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften: BGBl. 2025 I Nr. 295, in Kraft seit 01.12.2025 – Verlängerung der Mautbefreiung für emissionsfreie Fahrzeuge bis 30.06.2031 (2025).
  4. 4BGL: Dieselpreisinformationen, Index Großverbraucher Deutschland auf Datenbasis des Statistischen Bundesamts sowie Tankstellenpreise nach EU Oil Bulletin (2026). Quelle

Der Rechner bildet die Schadstoffkategorie A (EURO VI) ab. Diesel-, Fahrer- und Fahrzeugkosten sind Eingabewerte und keine amtlichen Größen. Die Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung; maßgeblich ist der Gesetzestext.

Nächster Schritt

Der Rechner zeigt den Hebel. Wir rechnen ihn aus.

Vier Wochen Exporte aus Ihrer Disposition genügen, damit aus dem Prozentsatz eine belastbare Zahl wird – Kilometer, Touren, Fahrzeuge, mit Karte und Maßnahmenliste.

Finden wir weniger als 5 % Kilometer-Potenzial, halbiert sich der Preis. Bei Umsetzung wird er vollständig angerechnet.