Was Ihre Tourenplanung im Jahr kostet.
Diesel, Fahrerstunden, Maut und die Zeit der Disposition in einer Jahresrechnung – mit den beiden Zahlen, die sich vergleichen lassen: Kosten je Stopp und Kosten je Kilometer. Alle Werte sind Ihre Eingaben.
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Die Dispositionsstunden sind der kleinere Balken und machen 3,0 % der Gesamtkosten aus. Sie entscheiden aber über den großen: Wie viele Fahrerstunden eine Tagesmenge braucht, wird in der Planung festgelegt, nicht auf der Straße. Rechnerischer Schnitt inklusive Standzeiten: 20 km/h.
Was weniger Kilometer wert wären
Keine Prognose, keine Zusage: Das ist Ihre Kilometermenge, multipliziert mit Ihren eigenen Kostensätzen. Ob bei Ihnen überhaupt Kilometer herausnehmbar sind, sagt diese Rechnung nicht.
Alle Werte sind Ihre Eingaben. Der Mautsatz ist mit einem gesetzlichen Teilsatz aus Anlage 1 zu § 3 Abs. 3 BFStrMG vorbelegt (12 bis 18 t, EURO VI, CO₂-Klasse 1) und überschreibbar; für andere Gewichts- und CO₂-Klassen rechnet der Lkw-Maut-Rechner. Fixkosten wie Abschreibung, Versicherung und Verwaltung sind nicht enthalten – der Rechner bildet die Positionen ab, die mit der Planung variieren. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Was der Rechner rechnet
Vier Positionen, eine Jahressumme, zwei vergleichbare Kennzahlen. Der Rechenweg steht vollständig hier, damit Sie ihn nachbauen oder widerlegen können:
- Kilometer im Jahr – Fahrzeuge × Kilometer je Fahrzeug und Tag × Einsatztage.
- Diesel – Verbrauch je 100 km ÷ 100 × Dieselpreis, multipliziert mit den Jahreskilometern.
- Fahrerkosten – Fahrzeuge × Einsatzstunden je Tag × Einsatztage × Stundensatz. Bewusst über die Stunden gerechnet und nicht über die Kilometer: Im Verteilerverkehr wird ein erheblicher Teil der Schicht nicht gefahren, sondern gestanden.
- Maut – Mautsatz je Kilometer × Anteil der Kilometer auf Bundesautobahnen und Bundesstraßen × Jahreskilometer.
- Disposition – Stunden je Tag × Einsatztage × Stundensatz.
- Kosten je Stopp – Summe aller vier Positionen ÷ (Fahrzeuge × Stopps je Fahrzeug und Tag × Einsatztage).
Der Mautsatz ist mit 23,8 Cent je Kilometer vorbelegt – dem gesetzlichen Teilsatz für Fahrzeuge von 12 bis 18 Tonnen in EURO VI und CO₂-Klasse 1 nach Anlage 1 zu § 3 Absatz 3 des Bundesfernstraßenmautgesetzes. Für andere Gewichts- und CO₂-Klassen rechnet der Lkw-Maut-Rechner den passenden Satz aus; er lässt sich hier eintragen. Der zweite Mautwert, der Anteil mautpflichtiger Kilometer, ist im Verteilerverkehr die unsicherere Größe: Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen sind mautfrei, und wie viel davon in einer Tour steckt, weiß nur, wer es misst.
Warum die Kosten je Stopp die wichtigere Zahl sind
Die Kilometerkosten sind die bekanntere Kennzahl, aber sie beantworten die falsche Frage. Ein Verteilerverkehr verkauft keine Kilometer, er verkauft Zustellungen. Wer wissen will, ob ein zusätzlicher Kunde in einem Gebiet trägt, ob ein Zeitfenster zu teuer ist oder ob eine Tour überhaupt deckungsbeitragspositiv fährt, braucht die Kosten je Stopp.
Diese Zahl hat außerdem eine Eigenschaft, die die Kilometerkosten nicht haben: Sie vergleicht sich zwischen Betrieben unterschiedlicher Größe. Zwei Fuhrparks mit sehr verschiedenen Flotten können dieselben Kosten je Stopp haben – oder eben nicht, und dann lohnt die Frage, woran das liegt.
Die Stunde ist teurer als der Kilometer
Die Voreinstellung bildet einen Verteilerverkehr ab: 180 Kilometer und 32 Stopps je Fahrzeug und Tag, neun Einsatzstunden. Das ergibt einen rechnerischen Schnitt von 20 Kilometern je Stunde – Standzeiten, Übergaben, Rampen und Rückwege eingerechnet. Bei 30 Euro Arbeitgeberbrutto je Stunde kostet ein Kilometer damit 1,50 Euro an Fahrerzeit und rund 41 Cent an Diesel.
Daraus folgt eine unbequeme Konsequenz für die Planung: Eine Tour, die zehn Kilometer kürzer ist, aber eine halbe Stunde länger dauert, ist teurer geworden. Wer nur Kilometer minimiert, optimiert die kleinere der beiden Positionen. Welche Verfahren beides gleichzeitig gewichten können, ordnet Verfahren der Tourenoptimierung ein.
Die Szenarien sind Ihre Rechnung, nicht unsere Zusage
Die drei Blöcke am Ende des Rechners beantworten eine hypothetische Frage: Was wären 5, 10 oder 15 Prozent weniger Kilometer im Jahr wert? Das ist eine Multiplikation Ihrer Kilometermenge mit Ihren eigenen Kostensätzen, nichts weiter. Der Rechner trifft keine Aussage darüber, ob bei Ihnen überhaupt Kilometer herausnehmbar sind – das entscheiden Gebietsschnitt, Zeitfenster, Kapazitäten und Fahrzeugrestriktionen, und davon steht hier nichts drin.
Jedes Szenario steht als Spanne, und die Spanne ist der ehrliche Teil daran. Die untere Grenze bewertet nur, was mit einem nicht gefahrenen Kilometer zwingend entfällt: Diesel und Maut. Die obere Grenze rechnet die Fahrerzeit dieser Kilometer dazu – die aber nur dann zu Geld wird, wenn die gewonnene Stunde tatsächlich abgebaut oder für zusätzliche Aufträge genutzt wird. Zwischen diesen beiden Werten liegt in der Praxis das Ergebnis, und wo genau, ist eine betriebliche Entscheidung und keine Rechenaufgabe.
Was der Rechner bewusst nicht tut
- Er rechnet keine Touren. Er nimmt Ihre Kilometer und Stopps als gegeben hin. Ob dieselbe Auftragsmenge mit weniger Kilometern fahrbar wäre, ist eine Optimierungsfrage auf echtem Straßennetz und mit echten Restriktionen – keine Tabellenfrage.
- Er kennt Ihre Restriktionen nicht. Zeitfenster, Kapazitäten, Fahrzeugzuordnung, Rampen, Lenk- und Ruhezeiten: Genau diese Bedingungen entscheiden, was planbar ist. Hier stehen sie nicht drin.
- Er mittelt über das Jahr. Saisonspitzen, Urlaubsphasen und Ausfalltage verschwinden in den Einsatztagen. Für eine Jahresgröße ist das vertretbar, für die Planung einer Spitzenwoche nicht.
- Er verspricht nichts. Es gibt keinen hinterlegten Einsparwert, keine Benchmark und keine Aussage darüber, was bei Ihnen möglich ist.
Die größte Position ist nicht der Diesel
Wenn Sie die Voreinstellungen durch Ihre eigenen Werte ersetzen, verschieben sich die Balken – aber die Reihenfolge bleibt in fast allen Verteilerverkehren dieselbe. Der Diesel ist die Position, über die gesprochen wird, weil sie auf einer Rechnung steht und sich täglich ändert. Beweglich ist sie kaum: Den Preis setzt der Markt, den Verbrauch im Wesentlichen das Fahrzeug.
Die größte Position ist die Zeit. Sie steht an zwei Stellen in dieser Rechnung. Einmal als Fahrerstunden – der Posten, der die Jahressumme dominiert und der direkt davon abhängt, wie die Touren geschnitten sind. Und einmal als Zeit der Disposition: die Stunden, die jeden Tag in Planen, Umplanen, Rückfragen und Nachbearbeitung gehen. Diese Stunden tauchen in keiner Kostenstelle auf, weil sie als Gehalt verbucht werden. Sichtbar werden sie erst, wenn man sie wie hier mit einem Stundensatz multipliziert.
Dazu kommt eine dritte Größe, die in keinem Rechner steht: die Kilometer und Stunden, die entstehen, weil eine Tour nicht fahrbar geplant war. Der Stopp, der nicht ins Zeitfenster passte. Die Umplanung um neun Uhr, weil ein Fahrzeug nicht durchkam. Die Tour, die abends eine Stunde über der Schicht endet. Diese Kosten landen in den Fahrerstunden und in den Kilometern – nicht als eigene Zeile, sondern verteilt über alle anderen. Wer sie sehen will, muss die gefahrenen Touren gegen die geplanten rechnen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Tourenplanung im Jahr?
Das hängt an der Flottengröße und daran, welche Positionen man mitrechnet. Für einen Verteilerverkehr mit zwölf Fahrzeugen, 180 Kilometern und 32 Stopps je Fahrzeug und Tag an 250 Einsatztagen kommt dieser Rechner mit marktüblichen Sätzen auf eine siebenstellige Jahressumme – der größte Teil davon sind Fahrerstunden, nicht Diesel. Dazu kommt der Zeitaufwand der Disposition selbst, der in keiner Kostenstelle auftaucht, weil er als Gehalt verbucht wird.
Wie berechne ich die Kosten je Stopp?
Alle Jahreskosten durch die Anzahl der Stopps im Jahr. Die Jahreskosten sind Diesel, Fahrerstunden, Maut und der bewertete Zeitaufwand der Disposition; die Stoppzahl ist Fahrzeuge mal Stopps je Fahrzeug und Tag mal Einsatztage. Der Wert ist die einzige Kennzahl, die sich zwischen Betrieben unterschiedlicher Größe vergleichen lässt – und die einzige, mit der sich ein zusätzlicher Kunde sauber bepreisen lässt.
Warum ist der Diesel nicht die größte Position?
Weil die Fahrerstunde teurer ist als der Kilometer. Im Verteilerverkehr liegt der rechnerische Schnitt inklusive Standzeiten oft bei 20 km/h oder darunter – bei 30 Euro Arbeitgeberbrutto je Stunde sind das 1,50 Euro je Kilometer allein an Fahrerkosten, gegenüber rund 41 Cent Diesel bei 24 Litern und 1,72 Euro je Liter. Im Fernverkehr dreht sich das Verhältnis, weil dort deutlich mehr Kilometer je Stunde anfallen.
Gehören die Dispositionskosten in die Tourenkosten?
Rechnerisch ja, praktisch werden sie fast nie so geführt. Die Stunden, die jeden Tag in Planen, Umplanen, Telefonaten und Nachbearbeitung stecken, sind Personalkosten wie jede andere auch. Sie sind in diesem Rechner ein eigenes Eingabefeld, damit sichtbar wird, wie viele Stunden im Jahr zusammenkommen – und weil sie die Position sind, die über die Höhe aller anderen entscheidet.
Was bedeutet die Spanne bei den Kilometer-Szenarien?
Die untere Grenze bewertet nur die Kosten, die mit einem nicht gefahrenen Kilometer zwingend entfallen: Diesel und Maut. Die obere Grenze rechnet zusätzlich die Fahrerzeit dieser Kilometer – die aber nur dann zu Geld wird, wenn die frei werdende Zeit tatsächlich abgebaut oder für zusätzliche Aufträge genutzt wird. Der reale Wert liegt dazwischen und hängt daran, was mit der gewonnenen Zeit passiert.
Rechnet dieser Rechner eine Einsparung aus?
Nein. Er rechnet aus, was Ihre Kilometer und Stopps kosten, und was eine bestimmte Kilometermenge wert wäre, wenn sie entfiele. Ob bei Ihnen fünf, zehn oder null Prozent Kilometer herausnehmbar sind, ist keine Frage für einen Rechner, sondern für Ihre eigenen Tourdaten: Gebietsschnitt, Zeitfenster, Kapazitäten und Fahrzeugrestriktionen entscheiden darüber, und die stehen hier nirgends drin.
Dieser Rechner arbeitet mit Annahmen. Ihre Daten können mehr.
Vier Wochen Tourdaten oder ein Telematik-Export genügen, damit aus den Annahmen gemessene Werte werden: Kilometer je Tour und Fahrzeug, Standzeiten, Auslastung, Überstunden – und wie viele Stunden die Disposition tatsächlich bindet. Fünf Arbeitstage, Festpreis, keine Software.
Der Preis wird vollständig angerechnet, falls daraus ein Tourenoptimierungs-Check wird.